среда, 23 октября 2013 г.

Рады представить Вам следующий отрывок сказки Михаэля Энде "Der Teddy und die Tiere" и задание к нему!





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Текст отрывка:

Der alte Teddybär ging noch weiter in den Wald hinein, der immer dichter und dunkler wurde. Lianen und andere Schlingpflanzen hingen von den Bäumen herunter und versperrten ihm den Weg. Es war ein richtiger Dschungel.

Über ihm in den höchsten Zweigen turnte lärmend und kreischend eine Schar Affen herum.
Als die Affen den alten Teddybären sahen, verstummten sie plötzlich. Der Oberaffe kam vom Baum herunter und baute sich vor ihm auf.
„Was suchst du hier?“ fragte er und fletschte die Zähne.
„Ich will nicht stören“, sagte Washable höflich, „ich suche nur jemand, der mir sagen kann, wozu unsereins da ist“.
Alle Affen begannen durcheinanderzuschnattern: „Er will wissen, wozu unsereins da ist, er will wissen, wozu unsereins da ist…“
„Ruhe!“ brüllte der Oberaffe und fletschte die Zähne. Als es wieder still war, sagte er: „Der einzige Zweck des Daseins ist es, etwas zu gründen, einen Verein, einen Club, ein Komitee, eine Partei – irgendeine Gemeinschaft eben. Wir jedenfalls machen das immerzu“.
„Warum?“ fragte Washable.
„Weil es wichtig ist“, sagte der Oberaffe, „dass einer kommandiert und die anderen gehorchen. Sonst geht alles drunter und drüber. Jeder muss seinen genauen Platz in der Gesellschaft haben, sonst ist er nichts wert. Kannst du kommandieren oder gehorchen?“
„Nö“, sagte Washable.
„Dann kannst du bei uns nicht eintreten!“ schrie der Oberaffe, und alle anderen Affen begannen, mit allem möglichen nach Washable zu schmeißen.
Der Teddybär wackelte eilig weiter.

Gleich hinter dem Urwald lag eine weite Steppe, und mitten auf der Steppe stand eine Gruppe von Elefanten, die in ernste Gespräche versunken waren. Sie hatten weise Gesichter und bewegten sich sehr würdevoll.
„Verzeihung“, sagte Washable ein bisschen eingeschüchtert, „könnt ihr mir sagen, wozu es einen gibt?“
Die Elefanten umringten ihn und schauten mit gerunzelten Stirnen auf ihn herunter.
„Das“, sagte einer, „ist eine sehr tiefe Frage. Wir denken schon längere Zeit darüber nach“.
„Und?“ fragte Washable erwartungsvoll. „Habt ihr es herausgekriegt?“
„Tiefe Fragen müssen gründlich bedacht werden“, meinte ein anderer. „Man darf nichts überstürzen. Deshalb besteht der Sinn des Daseins darin, über den Sinn des Daseins nachzudenken“.
„Aber“, wandte Washable ein, „das kann ja ewig dauern. Ich weiß nicht, ob ich so haltbar bin“.
„Nun“, ließ sich ein dritter Elefant vernehmen, „du hast doch schließlich eine ewige Seele wie alle lebenden Geschöpfe, nicht wahr? Oder was hast du in deinem Inneren?“
„Ich hab noch nicht nachgesehen“, gab Washable zu, „aber ich glaube, Sägemehl oder Schaumstoff oder so was“.
„Dann bist du ja gar kein richtiges Geschöpf“, sagte der erste Elefant streng, „dann bist du bloß ein künstlicher Gegenstand ohne Seele und Geist. Wenn du zu nichts gut bist, sollte man dich wegwerfen“.
Da wurde der arme alte Teddybär zum ersten Mal richtig traurig, obwohl er nur Sägemehl oder Schaumstoff in sich hatte. Wenn er auch keine besonderen Ansprüche stellte, aber einfach weggeworfen wollte er nicht werden. Er wackelte davon und hatte eigentlich keine große Lust mehr, noch irgend jemanden zu fragen.

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