четверг, 17 октября 2013 г.


Рады представить Вам следующий отрывок сказки Михаэля Энде "Der Teddy und die Tiere" и задание к нему!



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Der Teddy und die Tiere. Abschnitt 1. Nacherzählung

Текст отрывка:

Der erste, der ihm dort begegnete, war ein Mistfink, der gerade in einer schmutzigen Pfütze sein Bad nahm. 
"He, du", zwitscherte der Mistfink, "was guckst du denn so blöd? Hast du noch nie gesehen, wie jemand badet?"
"Doch", antwortete Washable, "ich bin auch oft gebadet worden. Aber ich hab dabei nie so rumgespritzt wie du".
"Was willst du überhaupt von mir?" fragte der Mistfink.
"Ich möchte wissen, wozu ich da bin".
"Wozu du da bist, ist mir piepegal. Aber ich geb dir einen guten Rat, Kumpel. Mach's wie ich und kümmere dich einfach nicht um solche blöden Fragen. Lass dir nichts gefallen und sei frech wie Oskar, dann kommst du überall durch. Das allein ist wichtig".
Washable dachte eine Weile nach, dann seufzte er: "Ich muss aber doch wissen, wozu ein alter Teddybär überhaupt da ist."
Da lachte der Mistfink ihn einfach aus und flog davon.
Washable stapfte in Gedanken versunken über die Straße und kam auf eine Wiese, auf der viele Blumen blühten. Er setzte sich ins Gras und sah einer Biene zu, die eifrig herumflog.
"Du, hör mal... " sagte Washable, "ich hätte da mal eine Frage..."
"Keine Zeit, keine Zeit!" summte die Biene und flog eiligst zur nächsten Blume.
"Weisst du vielleicht, wozu man da ist?" fragte Washable.
"Selbstverständlich!" sagte die Biene. "Das lernt man doch schon als Bienenlarve. Man ist dazu da, um fleißig zu sein, Honig zu sammeln und Waben zu bauen".
"Fleißig sein?" fragte Washable. "Wie macht man so was?"
"Fleißig sein heißt eben fleißig sein - immer beschäfigt, immer tätig, niemals faulenzen, verstehst du das denn nicht?"
"Nö", antwortete Washable.
Da wurde die Biene zornig. "Ich hab keine Zeit für solches unnütze Geschwätz! Lass mich abreiten und mach, dass du wegkommst, sonst steche ich dich".
Darauf wollte es der Teddybär lieber nicht ankommen lassen, darum ging er schnell fort.

Mitten in der Wiese lag ein blauer See. Auf den glitzernden Wellen zog ein Schwan mit herrlichem weißem Gefieder seine Kreise.
"Du bist aber schön!" sagte Washable bewundernd.
"Ich weiß", schnarrte der Schwan und stellte die Flügel auf, dass sie wie gebauschte Segel aussahen.
"Und wozu bist du da?" wollte Washable wissen.
"Welch törichte Frage!" antwortete der Schwan erhaben. "Der letzte Sinn des Daseins ist allein die Schönheit. Was sonst?" Und er betrachtete wohlgefällig sein eigenes Spiegelbild im Wasser. "Ich erfülle diese höchste Aufgabe. Und du?"
Washable betrachtete ebenfalls sein eigenes Spiegelbild im Wasser und sagte dann ehrlich: "Nö".
"Nun denn", meinte der Schwan, "dann bist du wohl tatsächlich überflüssig".
Damit zog er wieder auf den See hinaus und würdigte den alten Teddybären keines Blickes mehr.

Auf der anderen Seite des Sees begann der Wald, und dort inein ging Washable jetzt. Nach einer Weile begegnete er einem Vogel, der auf einem Ast saß und immerfort das gleiche rief.
"Was machst du da?" fragte Washable.
"Ich zähle", antwortete der Kuckuck. "65 - 66 - 67..."
"Und was zählst du?"
"Ich zähle alles, was es gibt: die Bäume, die Blätter, die Tannenzapfen, die Tage und die Stunden und so weiter. Alles eben. 68 - 69 - 70..."
"Hat das denn einen Sinn?" fragte Washable.
"Und ob!" antwortete der Kuckuck. "Bei allem kommt es nur auf die Zahl an. Was man zählen kann, ist wirklich. Was man nicht zählen kann, das zählt nicht".
"Ach", sagte Washable hoffnungsvoll, "könntest du mich dann vielleicht zählen?"
"Gern", meinte der Kuckuck. "Stell dich mal in einer Reihe auf".
"Das kann ich nicht", gab Washable zu. "Ich bin nur ich".
"Dann zählst du nicht", sagte der Kuckuck und flog fort. Aus der Ferne hörte man ihn wieder mit Zählen anfangen, wer weiß was.




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